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Newsletter Nr. 3

Konflikthaus e.V. gemeinnützig

Hier informieren wir über relevante und amüsante News rund um Konfliktbearbeitung:
unsere Aktivitäten in Berlin und Brandenburg, Erstaunliches rund um Sozialkompetenz und Tipps, Rezensionen, Seminar-Ankündigungen, Jobangebote und mehr.
Gerne veröffentlichen wir auch Infos zu diesen Themen von Euch/Ihnen, unseren Abonnent*innen.

Handreichung Schulmediation

des Berliner Senats - Endlich veröffentlicht!

Die Berliner Lehrerin Ortrud Hagedorn lehrte schon 1993 das Berliner Konfliktlotsenmodell, erst 2006 wurde es veröffentlicht. Nun hat die Berliner Senatsverwaltung für Bildung einen neuen Impuls mit der Handreichung Schulmediation gesetzt, geschrieben von Konflikthaus-Vorständin Kerstin Lück.

Titelblatt handreichung Schulmediation
Die Handreichung Schulmediation gibt einen Stundenplan und ein Glossar an die Hand. Jede*r Pädagog*in kann schauen, auf welchem Level die eigene Schule mit der Schulmediation angekommen ist. Man erfährt, was Schulmediation ist und was sie nachhaltig macht. Die Leser*in bekommt viel Material an die Hand, um loszulegen oder frischen Wind in die bestehenden Projekte zu bringen.

Sie bekommen Einblick in ein gutes schulisches Konfliktmanagement.

Wir werden immer wieder gefragt, ob Mediation denn gegen Gewalt hilft. Die Antwort ist „Ja“, wenn die Methode mit Geduld, das heißt auf langfristigen Erfolg hin eingeführt wird und mit Gewalt nicht nur körperliche Gewalt, sondern auch verbale und seelische gemeint ist. Aber Mediation hilft nicht allein, sondern im Verbund mit anderen Methoden der Schulkultur, u. a. dem Sozialen Lernen und dem Klassenrat.

Die Autorin bildet im Rahmen von Konflikthaus e. V. regelmäßig Schülerinnen und Schüler aus, und macht 2 x im Jahr einen Crashkurs, um Pädagog*innen von ihrer Erfahrung profitieren zu lassen. Bei entsprechender Nachfrage bildet sie auch in einem 120 Std./Kurs zum/zur zertifizierten Schulmediator/in aus.

Wer neue Energie für die Schulmediation gewinnen möchte, schaue in die als pdf veröffentlichte Broschüre. Zum Download auf den Button drücken.

Einladung!


Sie sind eingeladen zur Veröffentlichung der Handreichung Schulmediation.
Neben dem kostenfreien Download gibt es die Handreichung auf der Veranstaltung exklusiv als gedrucktes Exemplar.
Handbook Schulmediation Release

Wehret den Anfängen!

Mobbing ist kein plötzlich auftretendes Phänomen. Am Anfang stehen kleine Boshaftigkeiten, Gerüchte, Beschuldigungen. Wenn Mobbing in einer Klasse auch für die Lehrkräfte sichtbar wird, haben betroffene Schüler*innen schon einen Leidensweg hinter sich.
Konflikthaus erreichen dann häufig "Feuerwehr-Anfragen", nicht selten kurz vor Weihnachten oder den Sommerferien. Die Arbeit mit der Klasse erfordert dann besondere Achtsamkeit, denn auf die eine oder andere Weise ist jeder Schüler, jede Schülerin Teil des Systems, doch Schuldzuweisungen oder Beschämungen können die Situation noch verschärfen. Ein neuer Impuls ist oft hilfreich, bleibt jedoch nur ein Anfang für einen neuen Umgang.
Das beste Mittel gegen Mobbing ist eine offene Kommunikations- und Konfliktkultur. Konflikthaus bietet präventive Anti-Mobbing-Trainings für Schulklassen. Schüler*innen gegenüber nennen wir das "Wohlfühltraining": Es beinhaltet: Miteinander auskommen, auch wenn wir verschieden sind, Regeln etablieren, über Gefühle sprechen, Ausgrenzung und Mobbing unterscheiden lernen und beteiligte Rollen erkennen, Hilfsmöglichkeiten kennen, sind wichtige Bausteine, um Kindern und Jugendlichen Handlungsmöglichkeiten und Unterstützung zu geben. Für die Umsetzung braucht es besonders eins:
Lehrkräfte, die hinschauen und sich verantwortlich fühlen für das, was in ihrer Schule geschieht und langfristig Prävention planen.

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Doris Hauptstein für Konflikthaus
Dipl. Sozialpädagogin, Trainerin, Coach, Schulmediatorin, Demokratiepädagogin
hauptstein@konflikthaus.de

Neuer Kurs 30 zum Erwerb des Titels

Zertifizierte*r Mediator*in startet im Februar 2020

Am 06.09. um 18 Uhr findet dazu ein Informationsabend mit beiden Seminarleiterinnen im Treffpunkt Freizeit in Potsdam statt. Bitte melden Sie sich an bei kontakt@konflikthaus.de .
  • Prof. Dr. Angela Mickley, wissenschaftliche Leitung, Kerstin Lück, Projekt- und Kursleitung erläutern die Themen und die Arbeitsweise im Kurs.
  • Die Absolvent*innen bekommen ein Hochschulzertifikat der FH Potsdam und 7 credit points.
  • Neben dem Hochschulzertifikat ist das Besondere am Kurs, dass Praxiserfahrung groß geschrieben wird. Beide Dozentinnen nehmen Teilnehmende während und nach dem Kurs als Assistenzen mit und natürlich können diese auch Konflikthaus beim Konfliktmanagement assistieren.
  • Informationen dazu gibt es auf der Anmeldeseite des Kurses:
Beitragsbild Kurs zum Erwerb des Titels Zertifizierter Mediator/Zertifizierte Mediatorin

Fortbildungen für Pädagog*innen

Der Crashkurs Ausbildung von Schülermediator*innen im August war ausgebucht.

Der Trainerkurs Soziales Lernen ist ebenfalls gerade angelaufen.

Anmeldungen an kontakt@konflikthaus.de

Gesuch

Wir suchen ausgebildete Mediatoren, wir schreiben und meinen ausdrücklich die männliche Form, die Interesse an der honorierten Mitarbeit in unseren Schulprojekten haben. Erfahrung mit Schulklassen ist erwünscht. Migrationshintergrund? Gerne!
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Bitte melden Sie sich unter kontakt@konflikthaus.de

Beispiel für die Friedensarbeit der EU

Friedensarbeit EU
Peace-Bridge in Derry: Ein Bauprojekt, das Protestanden und Katholiken in Nordirland verbindet
Nordirland. Eine Brücke die zwei Stadtteile miteinander verbindet. Eigentlich nichts besonderes. Und doch fördert die EU dieses Bauprojekt, sogar ein EU-Kommissar reist zur Eröffnung an. Denn diese Brücke steht in Derry, einer Stadt in Nordirland. Der blutige Bürgerkrieg ist zwar offiziell seit dem Karfreitagsabkommen 1998 beendet. Aber noch immer leben die beiden Bevölkerungsgruppen oft getrennt in unterschiedlichen Stadtteilen und mit großen Vorbehalten der anderen Gruppe gegenüber. Die "Peace-Bridge" ist daher kein gewöhnliches Bauprojekt, sie symbolisiert den Friedensprozess. Diesen unterstützt die EU seit 1995 mit dem sogenannten Peace-Programmen. Bislang förderte die EU die Aussöhnung mit mehr als 1,5 Miliarden Euro. Zunächst lag der Schwerpunkt auf der sozialen Integration: Vom Bürgerkrieg verwundete erhielten medizinische und psychologische Hilfe. Das aktuell laufende vierte Programm legt den Fokus auf die Versöhnungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. In Belfast zum Beispiel besuchen sich Schulklassen aus katholischen und protestantischen Bezirken gegenseitig. "Ich kannte vorher niemanden aus der anderen Gruppe", erzählt eine Schülerin. Die so entstandenen Freundschaften stehen für die Hoffnung, dass Vorurteile und Feindschaften nicht in die nächste Generation weiter gegeben werden. Die EU sieht darin eine "Stärkung einer friedvollen und stabielen Gesellschaft" und plant, die Programme trotz Brexit weiter zu finanzieren.
Quelle: Public forum

Sollten Konflikte durch eine Gewaltschutzverfügung (von 5 Metern) deeskalaliert werden?
Wir sind an Ihrer/Eurer Meinung interessiert.


Ein Konflikt zwischen jungen Männern, der mit Gewalt ausgetragen wurde, soll nun durch einen 5 Meter-Abstand stillgelegt werden. Wir fragen Euch, fehlt da noch was?

Bild zu Gewaltschutzzone

Neuer Job mit Mediationskompetenz

Ehrenamtskoordination für Unterkunft für Geflüchtete in Berlin-Pankow gesucht

Die Albatros gemeinnützige Gesellschaft für soziale und gesundheitliche Dienstleistungen mbH engagiert sich unter anderem im Bereich der Versorgung und Betreuung von geflüchteten Menschen. Erfahrung im Bereich Arbeit mit Geflüchteten hat die Albatros gGmbH aktuell als Betreiber von einer Erstaufnahmeunterkunft in Tempelhof-Schöneberg und vier Gemeinschaftsunterkünften in den Bezirken Lichtenberg-Hohenschönhausen, Friedrichshain-Kreuzberg, Reinickendorf. Dabei handelt der Träger gemäß dem Leitmotiv „Hilfe zur Selbsthilfe“ und leistet dadurch einen wichtigen Beitrag zur gelingenden Integration.
Wir suchen ab sofort eine Ehrenamtskoordination in Teilzeit (20 Stunden) für die Arbeit mit ehrenamtlichen Unterstützerkreisen und Vereinen in unserer neuen Einrichtung in Pankow.
Neben Fähigkeiten zur Konfliktvermeidung und Mediation sowie ausgezeichneten Deutschkenntnissen (in Wort und Schrift), sind zusätzliche Sprachkenntnisse (Englisch, Französisch, Arabisch, Persisch (Farsi, Dari), Paschtu , Kurdisch oder Russisch) von Vorteil
Die anderen Anforderungen können Sie hier lesen.

MiKK - Spezialisten in internationaler Familienmediation

MiKK ist ein gemeinnütziger Verein (e.V.), der Eltern in mehreren Sprachen kostenfrei rund um das Thema Mediation bei grenzüberschreitenden Familienkonflikten und internationaler Kindesentführung unterstützt, berät und an Mediatoren vermittelt.

Zusamenfassung in deutsch
Wir freuen uns die Termine für die Fortbildung zur grenzüberschreitenden Familienmediation (in Deutsch und Englisch) bekannt geben zu können. Wenn Sie über Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kopetenzen verfügen, könnte dieser Kurs genau das Richtige für Sie sein! Nach erfolgreichem Abschluss dieses Kurses können Sie Teil des internationalen MiKK Mediator*innen-Netzwerkes werden. Die Plätze sind limitiert, buchen Sie rechtzeitig!
Alle Termine für die bevorstehenden Trainings und Workshops sind unten aufgelistet. Für nähere Infos klicken sie auf die Links.

Dear Friends of MiKK,

We are delighted to announce the dates for our new Cross-border Family Mediation Trainings (in English and German) for those of you who are interested in training as a cross-border mediator in the challenging field of international custody disputes and child abduction cases. If you have foreign language skills and intercultural know-how, then this course may be for you! Mediators who have successfully completed the 50-hour CBFM training are eligible to join the international MiKK Mediators Network. Places are limited, so book early to avoid disappointment.
Please also take a look at our upcoming Ongoing Training Workshops and Supervision Session (both in English). Check out the programme for three exciting workshops: Culture & Conflict, Introduction to Peace Mediation and Online Mediation with experienced international trainers who are true experts in the field. The workshops will take place from 7-10th November 2019 in Berlin when the city will be celebrating the 30th anniversary of the fall of the Berlin Wall. There will be historic walking tour for participants organized by MiKK. The Ongoing Training is also open to Non-CBFM mediators and participants from related professions. An early bird discount is available - please see the programme for details!
We hope you feel that some of these are of interest to you and look forward to seeing you there!
Best wishes,

Ischtar Khalaf-Newsome

Head of Advisory Services | Family Lawyer & Mediator
MiKK e.V.
International Mediation Centre for Family Conflict and Child Abduction
Upcoming MiKK Cross-border Family Mediation (CBFM) and Ongoing Trainings

5th - 8th Sept 2019 • CBFM Training (German), Module 2, in Berlin
22nd -28th Sept 2019 • CBFM Training (English), Module 1 + 2, in Berlin
17th-22nd Oct 2019 • CBFM Training (English), Module 1+2, in Singapore
7th-10th Nov 2019 • Ongoing Training (English), 3 Individual Workshops (open to all mediators) + Supervision, in Berlin

More info and registration: klick hier

MiKK e.V. International Mediation Centre for Family Conflict and Child Abduction
Fasanenstr. 12, 10623 Berlin, Germany
Tel: +49 (0)30 74 78 78 79
Fax: +49 (0)30 74 78 78 80
Email: info@mikk-ev.de
Find us online: website | facebook

Mirko und Cora

Unsere beiden Zeichentrickfiguren erklären die Gewaltfreie Kommunikation.
Das erste animierte Erklärvideo zur GFK findest Du hier:
zeichentrickfiguren

Großes Ereignis und Ehrung

für Birgit Johannssen, unsere Partnerorganisation SiS, Seniorpartner in School e.V.

ehrennadel birgit Johannsen
Zusammen mit elf weiteren Menschen, die in den verschiedensten Bereichen die Stadt Berlin und ihre Bewohner ehrenamtlich unterstützen, wurde Birgit Johannssen am 22. Mai 2019 die Berliner Ehrennadel für besonderes soziales Engagement im Wappensaal des Roten Rathauses verliehen.
Stadtrat Fischer, in Vertretung von Frau Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, hielt die Laudatio. Er würdigte Birgit Johannssen, die seit dem Jahr 2000 schon für Berlin ehrenamtlich tätig ist und hob besonders ihr Engagement für SiS seit 16 Jahren hervor.
Angefangen hat Birgit Johannsen ihr ehrenamtliches Engagement in Berlin im Jahre 2000 als Hausaufgabenbetreuerin, ab 2003 für SiS als Schulmediatorin mit Aufbau und Betreuung der Schulbücherei in der Lynar-Grundschule in Spandau, wo sie auch heute noch tätig ist. Besondere Anerkennung gebührt ihr mit der Übernahme von Vorstandsarbeiten bei SiS seit nunmehr 8 Jahren: 2011 Schriftführerin, 2013 Stellvertretende Vorsitzende und seit 2018 Erste Vorsitzende.
Darüber hinaus erfuhr der Verein Seniorpartner in School e.V. eine besondere Wertschätzung in Stadtrat Fischers Rede für das wunderbare Konzept der Schulmediation und der Verbindung zwischen Alt und Jung.
Herzlichen Glückwunsch, liebe Birgit auch von Konflikthaus!

Erfahrungsbericht - Praktikum im Konflikthaus


Ich weiß noch wie ich voller Neugier und Aufregung, bei der Weihnachtsfeier 2018 das erste Mal auf all die Menschen traf, die hinter dem „Konflikthaus“ stecken. Ich sah eine Menge neue Gesichter, die mich alle herzlich in Empfang nahmen. Mit einigen sollte ich die nächsten Monate zusammenarbeiten.

Die erste Erfahrung, die ich machen durfte, bestand darin Schüler*innen einer Grundschule zu Konfliktlotsen auszubilden. Es war eine ganz besondere Erfahrung, die Kinder bei diesem Prozess zu begleiten. Neben neuen Erkenntnissen zur Mediation und Kommunikation konnte ich hier einen ersten Einblick in die Bildungsarbeit bekommen. Ich nahm eine Menge Methoden und Erfahrung daraus mit.

Darauf folgten eine Menge weitere spannende Trainings, sowohl mit Schüler*innen als auch Erwachsenen, aus unterschiedlichen Berufen. Unter Anderem begleitete ich ein "Wohlfühltraining" in einer Grundschulklasse, war dabei wie Pädagog*innen im Crashkurs gelernt haben, Konfliktlotsen auszubilden und bei einer Fortbildung zum Thema Teambuilding mit Erzieher*innen. Neben den Seminaren lernte ich auch, was noch alles zu der Arbeit im Konflikthaus dazu gehört. Ich verfasste Posts in den sozialen Medien, nahm an Vorstandssitzungen teil, bastelte Material und kämpfte das ein oder andere Mal mit der Cloud.
Livia
Die Zeit verging wie im Flug, mein Praktikum neigt sich nun tatsächlich schon dem Ende zu. Ich bin dankbar für die Erfahrungen, die ich sammeln durfte und freue mich auf den letzten spannenden Monat als Praktikantin im Konflikthaus!
Livia Leske, Studentin Soziale Arbeit
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