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Bild: Friedensteppich und Friedenskarten im Seminar

Konflikthaus e.V. gemeinnützig

Hier informieren wir über relevante und amüsante News rund um Konfliktbearbeitung:
Unsere Aktivitäten in Berlin und Brandenburg, Erstaunliches rund um Sozialkompetenz und Tipps, Rezensionen, Seminar-Ankündigungen, Jobangebote und mehr. Gerne veröffentlichen wir auch Infos zu diesen Themen von Euch/Ihnen, unseren Abonnent*innen.

Inhalte:
  • Konflikthaus - die nächsten interessanten Termine
  • Was hat Konflikthaus vor den Sommerferien gemacht?
  • Empfehlungen
  • Mediation in der Pandemie
  • Materialien
  • Noch Sachkosten übrig?
  • Jobs
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Mariann Seibert, M.A.

Guten Tag!

Als Assistenz der Mediationsweiterbildung Kurs 31 mit Prof. Dr. Angela Mickley und Konflikthausvorständin Kerstin Lück ist es mir eine Freude, die Newsletter für das Jahr 2021 zu gestalten! Haben Sie Anregungen oder Wünsche? Wir freuen uns immer über Post!
Übrigens: Konflikthaus hat auch eine Instagram- und Facebook-Seite! Vielleicht wollen Sie da ja auch mal vorbei schauen und sehen, was ganz aktuell gerade so passiert...

Konflikthaus - die nächsten interessanten Termine

Schule lernt Streitkultur -

Round Table für Idee und Aktion

„Kraft entsteht dort, wo sich Personen um eine Idee versammeln“
Winfried Kretschmann
Das Netzwerk „Mediation in Bildung“, bestehend aus Menschen die langjährige und vielfältige Expertise im Bereich Mediation in Erziehung und Bildung haben, unter Anderen auch Vorständin Kerstin Lück, hat sich zusammengefunden, um das Thema Schul-Mediation voranzubringen. Der Round Table wendet sich an alle diejenigen im Bereich Erziehung und Bildung, die das Thema Streitkultur voranbringen wollen.
Themen der Veranstaltung könnten sein:

RT #1: Schul-Mediation - etablieren und Projekte unterstützen
RT #2: Schul-Mediation im Lehrplan verankern
RT #3: Schul-Mediation im Ausbildungsplan der pädagogischen Fachkräfte etablieren
RT #4 Streitkultur an Schulen, Hochschulen und Unis verankern
RT #5 Klassenrat und Schülermediation = „demokratische Schule“
RT #6 Öffentlichkeit für Streitkultur im Bildungsbereich
RT #7: Mediation schon in der Kita üben
RT #8: Mediation in Erziehung und Bildung ist lebenslanges Lernen
Du kannst die Themen durch Dein Voting für den Tag absichern.
Trage Dich schon für Deinen Engagementbereich ein.
Bitte melde Dich an unter: https://www.schule-lernt-streitkultur.de
Die Anmeldung ist kostenlos, wir freuen uns auf Spenden zum Erhalt der Infrastruktur.
Der Round Table wird als Zoom-Konferenz durchgeführt. Wenn Du Dich angemeldet hast, erhältst Du automatisch rechtzeitig den Zugangslink.
Wir freuen uns auf Dich.

Netzwerk Mediation in Bildung
Andreas Bohnstedt - Rt für Mediation
Doris Kramann - Fachgruppenleitung MEB Mediation in Erziehung und Bildung BMeV; LeineMediatoren GmbH
Kerstin Lück - Konflikthaus e. V.
Dr. Christa Schäfer - Schulmediationskongress
Armin Andreas Woy - INTEResse Förderung der Mediation an pädagogischen Einrichtungen e. V.

Was hat Konflikthaus vor den Sommerferien gemacht?

Zugriff mal anders! Polizei fördert professionelle Konfliktintervention

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Die Polizei Brandenburg nutzt für ihre intern arbeitenden Konfliktberater*innen das innovative Bildungsformat Konfliktmanagement/Mediation der FH Potsdam in Kooperation mit Konflikthaus. e.V.
Die bundesweit erste Berufsweiterbildung für Polizei in Konfliktmanagement/ Mediation wurde im Juni erfolgreich abgeschlossen. 18 Teilnehmer*innen erwarben theoretisches Wissen und methodische Kompetenz in Konfliktanalyse und -intervention, Prozesssteuerung und sozio-kultureller Diversität. Von November 2020 bis Juni 2021 absolvierten sie (in Präsenz mit Hygienekonzept) 120 Seminarstunden. Prof. Dr. Angela Mickley und Kerstin Lück, MA, lehren multi-methodisch, erfahrungsorientiert und mit den Teilnehmenden individuell profilbildend.
Angela Mickley hatte bis 2017 die Professur für Friedenserziehung, Mediation, Ökologie an der FH Potsdam inne und leitet zusammen mit unserer Vorständin Kerstin Lück die Mediationsweiterbildungen mit Hochschul-Zertifikat an der Zentralen Einrichtung Weiterbildung.
Perspektive: Die reguläre Mediationsweiterbildung an der FH startet jährlich im Februar, weitere Kurse für Polizei u. ä. auf Anfrage.

Empfehlungen

In Präsenz: Konfliktmanagement- Kongress 2021

17. Konfliktmanagement-Kongress in Hannover.
Dieser wird vom 24. bis 25. September 2021 vom Niedersächsischen Justizministerium veranstaltet und steht ganz unter dem Motto „Mediation in Bewegung - Bewegung in der Mediation“. Sowohl Methoden als auch Aufträge verändern sich; die Wahrnehmung für Mediation steigt. Um Anmeldung wird gebeten – online bis zum 15. August. Die Plätze sind begrenzt, daher raten wir dazu, sich bei Interesse frühzeitig anzumelden.

Mediation in der Pandemie

Ergebnisse der Umfrage von fearend:

"Mobbing in Zeiten von Corons"

In der Umfrage wurde der Frage nachgegangen, inwiefern sich der Distanz- und Wechselunterricht auf Mobbing ausgewirkt hat. Folgend einige Umfrageergebnisse:
fearend
"An der Befragung haben zu über 55% Schulsozialarbeitende, ca. 25% Lehrkräfte (inklusive Schulleitungen) und 5% Mitarbeitende des Ganztags (inklusive OGS-Leitungen) teilgenommen. Weitere Antworten kamen von 4 Schüler:innen, externen Trainer:innen etc. Insgesamt haben wir 58 Fragebögen zurückerhalten."
  • "Mehr als 50% der teilnehmenden Personen geben an, dass sich Mobbing während der Pandemie unvermindert fortgesetzt, d.h. weder zugenommen noch abgenommen hat."
  • "31% stellen eine Verschärfung von Cyber-Mobbing-Handlungen fest."
  • "Mehr als 20% sehen einen Rückgang von Mobbing-Aktivitäten bzw. dass Mobbing-Handlungen während der Pandemie stark nachgelassen haben."
  • "Etwa 20% der Antworter:innen wissen nicht, wie sich das Mobbing entwickelt hat oder geben an, dass keine Mobbing-Situationen an sie herangetragen wurden."
  • "Gefragt nach den digitalen Orten, an denen Mobbing wahrgenommen wurde, steht WhatsApp mit über 75% an der Spitze, gefolgt von Instagram (33%) und TikTok (22%). Aber auch eine Vielzahl weiterer Social Media-Kanäle wie YouTube, Twitter, Facebook sind Orte, an denen Mobbing-Handlungen stattfinden. Ebenso werden Schulplattformen für digitalen Unterricht wie MSTeams, Big Blue Button oder IServ genannt."
  • "Das Spektrum von Mobbing-Aktivitäten ist breit gefächert und reicht von Beleidigungen, Abwertung und Diskriminierung im Klassenchat über auslachen, lustig machen, Verweigerung der Zusammenarbeit oder Ausschluss aus der Whatsapp-Gruppe bishin zum Einstellen von Fotos, Hacken von Schüler:innen-Accounts und Audio- und Bildmitschnitten während des digitalen Unterrichts."
  • "Der No Blame Approach wurde einmal erfolgreich durchgeführt. Eine Person glaubt nicht daran, dass der No Blame Approach digital funktionieren kann. Die Mehrzahl des pädagogischen Personals hat im Fall von Mobbing Einzelgespräche mit den Mobbing-Aktuer:innen geführt, Mobbing in der Klasse thematisiert oder die Eltern kontaktiert etc., um das Mobbing-Geschehen zu stoppen."
Quelle: fearend

Spannender Artikel zur Mediation in der Pandemie

Die Nachfrage nach Familienmoderation hat sich laut der Sprecherin der Frankfurter Regionalgruppe des Vereins der Bundesarbeitsgemeinschaft für Familienmediation (BAFM), Petra Krauß fast verdoppelt.
In dem Artikel werden sowohl familiäre Themen in Zeiten von Corona erläutert als auch Mediation an sich - eine sehr schöne Zusammenfassung also, die verschiedene Perspektiven integriert.

Materialien

Publikation "Junge Menschen und ihre Rechte in Schulen"

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage hat den Band „Junge Menschen und ihre Rechte in Schulen“ veröffentlicht.
Darin plädiert Politikwissenschaftler Roland Roth dafür, sich in den Schulen stärker auf die Kinderrechtskonvention der UN zu beziehen. In der Publikationsreihe „Bausteine“ werden von Wissenschaftler*innen, Pädagog*innen und Publizist*innen pädagogische und gesellschaftspolitische Aspekte der Frage diskutiert, wie eine dem Schutz der Würde aller Menschen verpflichtete Schule verwirklicht werden kann.

Broschüre: Gestärkt durchs Leben

In der Broschüre werden Übungen zur Resilienzförderung in der Grundschule im Themenfeld "Aufwachsen in islamistisch und salafistisch geprägten Familien" aufgezeigt.
Die Broschüre wurde von der Fachstelle Liberi der Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. (Kiel 2021) veröffentlicht. Mit der Broschüre soll ein Überblick über das Themenfeld, sowie Risiko- und Schutzfaktoren gegeben werden. Dazu findet man ganz konkrete Übungen zur Resilienzförderung in der Broschüre, welche sowohl im Klassen- als auch Einzelkontext verwendet werden könnten.

Noch Sachkosten übrig?

Friedensteppich und Friedenskarten

Der Friedensteppich ist ein Beitrag zu einer konstruktiven Streitkultur, seine Anwendung verbessert den sozialen Frieden.

Trainerin Kerstin Lück hat einen Friedensteppich entwickelt, der Streitenden dazu verhelfen soll, bei niedrig eskalierten Konflikten ohne externe Unterstützung einen Konflikt zu lösen und eigenständig zu einer Einigung zu kommen. Die Eskalationsstufen nach Friedrich Glasl bieten dabei eine gute Möglichkeit einzuschätzen, wie weit der eigene Konflikt bereits fortgeschritten ist. Natürlich bedarf es bei höher eskalierten Konflikten eine Vermittlung durch Dritte, im besten Fall durch eine*n Mediator*in.

Ein Gang über den Friedensteppich kann jedoch bei kleineren Konflikten bereits sehr hilfreich sein, da die Streitparteien sich auf diese Weise Schritt für Schritt ihrem Konflikt annähern und dabei angehalten sind, ihre Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche zu verbalisieren und gleichermaßen einen Einblick in die Welt des Gegenübers erhalten.
Friedensteppich
Der Friedensteppich ist sowohl in Farbe als auch in Grauabstufungen mit farbigen Kreisen erhältlich. Darüber hinaus gibt es den Friedensteppich auch als Friedenskarten im Visitenkartenformat mit zwei Spielsteinen.

Der Friedensteppich ist aus 100% recyceltem Polyester und entspricht den Maßen 436x78cm.

Eskalationsstufen

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Mit Hilfe von 9 Cartoons des Illustrators KM Grebe kann die Konflikttheorie nach Friedrich Glasl anschaulich gemacht und nachvollzogen werden.

Erfolgreiche Deeskalation braucht Wissen über Eskalation. Hier können Pädagog*innen und Kinder und Jugendliche gemeinsam lernen und Auswege aus der Gewaltspirale entwickeln. Wir danken Friedrich Glasl und Konflikthausmitglied Helga Neumann für ihre Unterstützung bei der Entwicklung der Illustrationen und Texte.

Gefühlsmonster online nutzen

Hilfe für Familien in Quarantäne-Not - Eine gemeinsame Aktion von Konflikthaus e.V. und der Gefühlsmonster GmbH, Berlin

So geht die virtuelle "Mediation" mit den Monstern:

Unsere Kollegin Lilli Höch-Corona hat intensiv an der virtuellen Benutzbarkeit der Gefühlsmonster gearbeitet. Dabei ist auch eine Mediationsanwendung entstanden, die der/die Mediator*in übers Bildschirmteilen nutzen kann.
Beide Konfliktparteien beschreiben anhand von ausgewählten Gefühlsmonster-Karten, wie es ihnen selbst geht und was sie glauben, wie es ihrem Gegenüber geht. Dafür werden jeweils bis zu drei Karten ausgewählt.
Mögliche Anschlussfrage: Wie würden Sie sich fühlen, wenn wir in diesem Gespräch zu einer einvernehmlichen Lösung kommen?

Jobangebote

Konfliktmanager (w/m/d)

Die Deutsche Welle sucht zum 1. September 2021 befristet auf drei Jahre eine*n Konfliktmanager*in.
Folgende Aufgaben beinhaltet die Stelle:
  • aktive Beteiligung an der Lösung von Konflikten in der Deutschen Welle
  • Entwicklung von Strategien und Prozessen zur Konfliktvermeidung bzw. zur effizienten Konfliktlösung unter Berücksichtigung von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberinteressen in einem internationalen und diversen Medienunternehmen
  • Beratung von Führungskräften zu Konfliktthemen
  • Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen und Teamworkshops zu Konfliktthemen
  • enge Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretern*innen, Interessenvertretungen sowie dem Diversity Management
  • ergänzende Übernahme weiterer HR-Tätigkeiten zu Gleichstellungs- und Diversitythemen, auch im Rahmen von Projekttätigkeiten
Bewrbungsschluss: 5. August 2021

Vertrauensperson (m/w/d) für Mitarbeiter*innen

Der advita Pflegedienst sucht eine Vertrauensperson für unterschiedlichste persönliche Fragestellungen. Folgende Aufgaben definieren sie:
  • Sie geben Orientierungshilfen zur eigenverantwortlicher Lebensgestaltung (Gespräche, Beratung, Begleitung) sowie aktive Hilfestellung bei der Bewältigung von unterschiedlichen Alltagsproblemen (Hilfe zur Selbsthilfe)
  • Sie vermitteln Hilfen zur Überwindung finanzieller Schwierigkeiten bei Überschuldung sowie weiterer Hilfen unter Berücksichtigung des wohnraumbezogenen Umfeldes, ggf. Vermittlung an bzw. Einbezug von spezialisierten Fachdiensten (Eheberatung, Schuldnerberatung, Suchtberatung, Sozialpsychiatrischer Dienst u.a.)
  • Sie unterstützen bei schwierigen Arbeitssituationen, wie Mobbing, Diskriminierung o.ä., und bieten dabei einen vertraulichen Gesprächsrahmen