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Bild: Friedensteppich und Friedenskarten im Seminar

Konflikthaus e.V. gemeinnützig

Hier informieren wir über relevante und amüsante News rund um Konfliktbearbeitung:
Unsere Aktivitäten in Berlin und Brandenburg, Erstaunliches rund um Sozialkompetenz und Tipps, Rezensionen, Seminar-Ankündigungen, Jobangebote und mehr. Gerne veröffentlichen wir auch Infos zu diesen Themen von Euch/Ihnen, unseren Abonnent:innen.

Inhalte:
  • Die nächsten interessanten Termine
  • Was macht Konflikthaus zur Zeit?
  • Empfehlungen
  • Mediation in der Pandemie
  • Materialien
  • Noch Sachkosten übrig?
  • Jobs
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Theresa Scholler, M.A.
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Jasmin Wald, B.A.

Guten Tag!

Wir sind die neuen Assistenzen der Mediations-weiterbildung Kurs 32 mit Prof. Dr. Angela Mickley und Konflikthausvorständin Kerstin Lück. Wir freuen uns in diesem Jahr uns dem Newsletter für das Konflikthaus zu widmen. Theresa Scholler hat einen Masterabschluss in Internationale Studien, Friedens- und Konfliktforschung von der Goethe-Universität Frankfurt und der TU Darmstadt, arbeitet nun im entwicklungspolitischen Kontext und ist sehr an ziviler Konfliktbearbeitung interessiert.
Als angehende Absolventin des Masters der Bildungswissenschaft - Organisation und Beratung der Technischen Universität Berlin liegen Jasmins Walds Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte im Bereich politische Bildung, Migration und multiprofessionelle Zusammenarbeit im Kontext Schule. Haben Sie Anregungen oder Wünsche? Wir freuen uns immer über Post!
Übrigens: Konflikthaus hat auch eine Instagram- und Facebook-Seite! Vielleicht wollen Sie da ja auch mal vorbei schauen und sehen, was ganz aktuell gerade so passiert...

Interview mit den neuen Assistenzen

Theresa und Jasmin Wald wurden von Kerstin Lück zu ihren Beweggründen, eine Mediationsweiterbildung zu absolvieren, und ihrer Zusammenarbeit befragt.
Was ist eure Motivation die Mediationsweiterbildung zu machen?
Theresa Scholler: Meine Motivation ist, zu lernen, wie man mit Konflikten umgeht und diese konstruktiv bearbeitet, sei es bei persönlichen Konflikten oder bei Konflikten auf einer anderen Ebene, wie beispielsweise internationale Konflikte.
Jasmin Wald: Ich sehe den Kurs vor allem als eine persönliche Bereicherung und verspreche mir eine individuelle Entwicklung im Umgang mit Konflikten. Meine Kompetenzen im Konflikt-management zu erweitern, eröffnen mir außerdem möglicherweise noch einmal ein neues Berufsfeld.
Was wollt Ihr mit dem Gelernten anfangen?
Theresa Scholler: Ich möchte das Gelernte auf verschiedene Weise anwenden, einerseits für mich persönlich, um besser in Konfliktsituationen zu handeln. Andererseits kann ich mir auch gut vorstellen bei Konflikten von Dritten als Mediatorin zu vermitteln. Zudem bin ich gespannt, wie sich das Gelernte auch auf internationale Konflikte anwenden lässt.
Jasmin Wald: Auf jeden Fall besser streiten können. Ich lebe in einer WG und da kommt es hin und wieder mal zu Auseinandersetzungen. Die Ursachen von Konflikten besser erkennen und bearbeiten zu können, das wäre toll.
Wie wollt Ihr Euch unterstützen?
Theresa Scholler: Ich glaube, dass eine gute Aufteilung und Absprache der Aufgaben für unser Assistenzteam sehr wichtig sind. Außerdem können wir uns durch eine klare und offene Kommunikation unterstützen, indem wir unsere Bedürfnisse teilen und auf die andere Person eingehen. Ich glaube, dass wir uns so die Assistenzaufgaben neben der Weiterbildung erleichtern können. Die Sympathie ist auf jeden Fall schon vorhanden!
Jasmin Wald: Ein offener und regelmäßiger Austausch über Be-dürfnisse, Wünsche und Belastungen im Rahmen der Assistenztätigkeit sind für mich wichtige Unterstützungsmöglich-keiten. Darüber hinaus können wir uns durch unsere Expertisen und Stärken ergänzen. Meine Erfahrungen in der Seminararbeit, Zuverlässigkeit und Humor bringe ich auf jeden Fall schon einmal mit. Ich freue mich drauf!
Was wollt Ihr zum Thema Streitkultur lernen?
Theresa Scholler: Ich möchte lernen wie man eine gute, konstruktive Streitkultur entwickelt. Ich bin gespannt darauf, wie sich meine Streitkultur einordnen lässt, wie ich bisher in Konflikten agiere und wie ich meine Streitkultur ändern kann.
Jasmin Wald: In der Weiterbildung möchte ich sowohl auf theoretischer als auch auf praktischer Ebene Methoden der Konfliktbearbeitung kennenlernen und anwenden. Ich bin besonders gespannt mehr über unterschiedliche Persönlichkeitstypen zu erfahren und Techniken im Umgang mit diesen bei Konflikten zu erlernen.

Die nächsten interessanten Termine

Ich Du Ihr Wir - zwischen Individualität und Gemeinschaft

BM-Werkstatt am 11./12.03.2022 | Online
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Gisela Kallenbach ist eine ostdeutsche Bürgerrechtlerin und Politikerin bei Bündnis 90/Die Grünen. Sie engagierte sich 1989 während der Demonstrationen in Leipzig. Der BM konnte sie für einen Impulsvortrag gewinnen, der sich mit dem Spannungsfeld zwischen Individualität und Gemeinschaft beschäftigt.

Der BM freut sich auf einen lebhaften Austausch zum Titelthema wie auch zu anderen anstehenden Projekten, Themen und Ideen wie u. a.
  • Compliance & Beschwerdemanagement
  • Hybrid und zukunftsweisend: BM-Kongress 2022
  • Vernetzt denken: Wissenschaft & Forschung
Anmeldung auf bmev.de im Mitgliederbereich unter „Veranstaltungen für Mitglieder“ – Anmeldung zur BM-Werkstatt.
Quelle: www.bmev.de

CRASHKURS-AUSBILDUNG SCHÜLER-MEDIATION - OFFLINE

In diesem Seminar wird der Aufbau einer 40-std. Ausbildung zur/m Schülermediator*in verschiedener Altersstufen vermittelt.
MArgret Rasfeld
Alle Gelingensbedingungen werden genannt und zentrale Übungen selbst durchgeführt. Sie lernen viel Material kennen und wählen die Methoden, die Ihnen am meisten liegen.

Tragen Sie dazu bei, dass auch die nächsten Generationen friedliche Konfliktlösung kennen und anwenden lernen.
Für wen: pädagogische Fachkräfte
Wer: Kerstin Lück, zertifizierte Mediatorin, Ausbildung von Schülermediator*innen
und Schulmediator*innen. Anti-Mobbing-Trainerin.
Wann:
Montag, den 28.03.2022 von 09.-16.00 Uhr
Dienstag, den 29.03.2022 von 09.-16.00 Uhr

Wo: Coaching-Etage HvH, Akazienstraße 28, 10823 Berlin (U-Bhf. Eisenacher Str.)

Kosten: 320 €
Anmeldung: kontakt@konflikthaus.de
Mehr Infos: Crashkurs: Ausbildung Schülermediator*innen

Anmeldeschluss: 01.03.2022
Covid 19: Im Raum sind ein Luftfilter, ein CO2-Anzeiger. Es gilt G2, wir arbeiten ohne Masken (Stand heute)

Fortbildung zur Trainerin/ Trainer für Soziales Lernen

Viele Schulen haben den Anspruch, das Soziale Lernen zu entwickeln und fest zu verankern. Dieser Kurs bietet für Pädagog:innen die Chance, das Handwerkszeug zu lernen und ein passgenaues Curriculum für die eigene Schule zu erstellen.
Der Kurs behandelt alle 8 Handlungsfelder des Sozialen Lernens multimethodisch im steten Wechsel, damit die Teilnehmenden ihren eigenen Methodenmix finden. Konflikthaus hat eine Cloud mit umfangreichem gut aufbereitetem Übungsmaterial entwickelt, das den Teilnehmenden zugänglich gemacht wird.
Wann:
jeweils Mittwochs von 9 - 16.00 Uhr
Block I: 05.- 06.05.2022
Block II: 07.- 08.07.2022
Block III: 29. - 30.09.2022
Block IV:10. - 11.11.2022
Wo: : „Haus Eichkamp“, Zikadenweg 42a, 14055 Bln, S-Bhf. Messe-Süd
Kosten: 1.200 € inkl. 19 % Mwst
Anmeldeschluss: 10.04.2022
min. Teilnehmeranzahl: 8, max. Teilnehmeranzahl: 20

Vertiefungs- und Auffrischungskurs für Mediator:innen auf der Sonneninsel Zypern April 2022

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Wenn Sie Fortbildung, Edutainement und Erholung kombinieren wollen, sind Sie hier richtig. Wollen Sie Ihr Mediationszertifikat erhalten? Dann können Sie in diesem Kurs einige Auflagen erfüllen.
  • Sie haben den Eindruck Ihr Handwerkszeug in der Mediation könnte aufgefrischt und erneuert werden?
  • Ihre Mediationsausbildung ist ein paar Jahre her und Sie wollen sich wieder einarbeiten, um ihr Zertifikat zu behalten?
  • Sie haben nur eine kurze Einführung in die Mediation bekommen und wollen mehr wissen?
  • Sie kennen die Referentin und wissen, dass alle Seminare bei ihr praxisorientiert, erkenntnisreich und mit viel Lachen gewürzt sind?
  • Erleben Sie hochwirksame Tools für Mediation in eskalierten und komplexen Konflikten!
  • Gültig als Fortbildung im Sinne der ZMediatAusbV (insgesamt 20 Zeitstunden)
  • Für Berliner:innen als Bildungsurlaub anerkannt.
Das Seminar findet vom 10.04 -16.04.2022 auf Zypern statt.

Konflikthaus hat 5 neue Mitwirkende- hier stellen sich die ersten drei kurz vor!

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Anelka Abdalian
Mitglied Konflikthaus e.V.
AG Schule
Mein Motto: Was sagt das Herz?

Beruf: Zertifizierte Mediatorin (FH Potsdam), Produkt-
Managerin

Arbeitsschwerpunkte:
• Trainings zum Sozialen Lernen
Anti-Gewalt-Trainings
Konfliktmanagement und Mediation

E-Mail: abdalian@konflikthaus.de
Social Media: LinkedIn
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Carolin Sonnenabend
Mitglied Konflikthaus e.V.
AG Schule
Motto: Zwischen Richtig und Falsch liegt ein Ort, dort treffen wir uns.

Beruf: Mediatorin, Konfliktberaterin, Projektmanagerin, M.A. Friedenskonfliktforschung, B.A. Interkulturelle Wirtschaftskommunikation

Arbeitsschwerpunkte:
• Mediation und Konfliktberatung in Teams und privaten Bereichen
soziales und gesellschaftliches Lernen für Kinder/Schüler:innen
Mediation mit Kindern
Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg

E-Mail: sonnabend@konflikthaus.de
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A. Johanna Hoffmann
Mitglied Konflikthaus e.V.
AG Schule
Motto: „Frieden zu begründen ist das Amt ordnender Weisheit“ (Thomas von Aquin)

Beruf: Zertifizierte Mediatorin (FH Potsdam/ Konflikthaus e.V. Berlin), Grundschulpädagogin (B.Ed., Universität Potsdam), Naturpädagogin (Naturschule Deutschland (ehemals Freiburg) e.V.), Projektmanagerin (TÜV Süd)

Arbeitsschwerpunkte:
• Schule: Arbeit auf Schüler:innen-Ebene
− Trainings zum Sozialen Lernen
− Anti-Gewalt-Trainings
− Ausbildung von Konfliktlots:innen / Schülermediator:innen
• Schule/Kita: Arbeit auf Personalebene
− Konfliktmanagement und Mediation
• Mein Angebot für Privatpersonen
− Familien- und Paarmediation

E-Mail: hoffmann@konflikthaus.de

Was hat Konflikthaus im Jahr 2022 vor?

Konflikthaus leitet einen Studientag zum Teamwork
Konflikthaus e. V. hat Ende letzten Jahres sehr viele Anfragen von Schulen aus Berlin und Brandenburg zu den Themen der Sozialkompetenzentwicklung, Ausbildung von Schülermediator:innen und der Mobbingprävention, Teambildung im Kollegium bekommen. Das lag auch an Förderprogrammen, die in der Ausführung nicht ganz einfach waren, aber den Schulen eine Finanzierung unserer Arbeit ermöglichten. Mit unserer langjährigen Erfahrung konnten wir viele Schule unterstützen und hatten große Freude in den Klassen und bei Studientagen mit dem Kollegium. Obwohl wir an wenigen Tagen mit Masken und morgendlichen Schnelltests in den Schulen unterwegs waren, haben wir einen Eindruck bekommen, welche eine Herkulesaufgabe die pädagogischen Fachkräfte an den Schulen jeden Tag leisten. Wir freuen uns auch weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit mit den Schulen und finden gerade die diesjährige Durchführung eines Trainerkurs Soziales Lernen wichtig, damit die pädagogischen Fachkräfte selbst die Schüler:innen nachhaltig fördern können. Denn wir gehen ja nach dem Training wieder. Das haben einige Schüler bedauert und fragten: Wann kommt Ihr wieder, es hat soviel Spaß gemacht!

Empfehlungen aus der engagierten Gesellschaft

Gemeinsames Nachdenken über Corona

Der Mediator Jürgen von Oertzen hat einen Gedankenaustausch initiiert zum Thema Corona nach der Methode Thinking Environment®. Wir haben mal nachgeschaut, was die Methode bedeutet:

„Ihren Ursprung findet diese Methode bereits in den 1970er und 1980er Jahren an der Stanford-University (Uebernickel et al. 2015, S. 22) und bei David Kelley, dem Gründer der Design-Agentur IDEO mit Hauptsitz im kalifornischen Palo Alto (Turnali 2015).
Der Prozess einer Design Thinking Session wird auch als Design Thinking Micro Zyklus bezeichnet und umfasst in der Regel fünf Schritte:
  1. Die Bedürfnisse und Wünsche des Nutzers verstehen,
  2. Ideengenerierung,
  3. Prototyp erstellen,
  4. Testen des Prototyps,
  5. Re-Definieren des Problems"
Quelle: Innovationen fallen nicht vom Himmel - Design Thinking als Methode in der Sozialen Arbeit, Michael Garkisch.
Wie das in einem Austausch-Format aussehen kann, testen Sie bitte selbst:
Die nächsten Termine im Februar sind am

02.02.2022, 18:00 Uhr (1,5 Stunden)
18.02.2022, 17:00Uhr (2,0 Stunden)
Jede:r kann mitmachen. Anmeldung hier: https://www.coronadenken.de/.

Ein Manifest zur Zukunft der Bildung - Transformationskompetenz fehlt und noch mehr...

Das Manifest-Zukunft-Bildung ist am 8.12. online gegangen, am Tag der Bildung- wie passend! Das Manifest zeigt auf, was wir verändert werden muss und warum gerade JETZT Bildung radikal verändern muss. Hinter den 8 Thesen liegt eine Haltung. Eine Haltung, die es braucht, um alte Vorstellungen und Annahmen loszulassen, neu zu denken, Muster zu brechen. Das Manifest ist als Gemeinschaftsprodukt entstanden, auch junge Menschen kommen stark zu Wort. Bildung radikal zu verändern, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
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Das Manifest will gelesen werden und braucht noch mehr Unterzeichnende und Teilende, damit sichtbar wird, wie viele Menschen einem zukunftsfähigen Lernen zustimmen. Konflikthaus hat bereits unterschrieben.
Quelle: www.manifest-zukunft-bildung.de

Konflikte - Ausstellung mit vielseitigem Rahmenprogramm im Museum der Arbeit - Hamburg

und einem Klima-Memory
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Konflikte sind allgegenwärtig – in der Familie, im Arbeitsleben, in der Politik. Ebenso vielfältig sind ihre Erscheinungsformen: Wir erleben und beobachten sie als persönliche Gewissensbisse, als Ehestreit, als Tarifkonflikt zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern, als Bürgerkrieg oder als internationale Krise. Konflikte beeinflussen unser Liebes- und Familienleben, unser Glück und unsere Gesundheit, unser Berufsleben und unsere Karrieren. Konflikte verändern die Welt, im Großen wie im Kleinen. Das Museum der Arbeit nimmt dies zum Anlass, dem Thema eine Sonderausstellung zu widmen.
Die Ausstellung ergründet die Sinnhaftigkeit von Konflikten und fragt nach Lösungsstrategien.
Wie lassen sich unnötige Konflikte vermeiden, verhärtete Fronten aufweichen?
Diese Fragen sind hochaktuell – lassen doch politischer Extremismus, Shitstorms und Filterblasen oft den Eindruck entstehen, unsere Zeit sei besonders konfliktreich oder Konfliktparteien verhielten sich unversöhnlicher als früher. Ein besonders virulenter Konflikt, der den Weg aus der Klimakrise betrifft braucht Wissen. Deswegen verlinken wir Euch hier das Klima-Memory, das live in der Ausstellung, aber auch im Netz gespielt werden kann. Go for it.
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Quelle: www.shmh.de

Onlineseminar: Restorative Justice mit Jugendlichen-Täter-Opfer-Ausgleich im JGG

21.02.2022
In Zusammenarbeit zwischen der DVJJ und dem TOA-Servicebüro des
DBH-Fachverband
Viele Straftaten führen zu Verletzungen von Menschen und Beziehungen. Angebote einer Restorative Justice (RJ) ermöglichen den Beteiligten, den in Zusammenhang mit der Straftat stehenden Konflikt und dessen Folgen selbstbestimmt zu klären. In der Mediation in Strafsachen, die weltweit gängigste RJ-Praktik, geschieht dies unter Einbeziehung von allparteilichen Vermittler*innen. Diese schaffen hier Raum für Begegnung, Dialog, Verbindung, Wiedergutmachung und vielleicht sogar auch Versöhnung zwischen den Beteiligten.
Die praktische Realisierung und normative Verankerung der RJ unter dem Begriff des Täter-Opfer-Ausgleichs (TOA) ins Kriminaljustizsystem gehört zu den wichtigsten kriminalpolitischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte. Gleichzeitig sind die Betroffenen auf die Mitwirkung von Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht in Form von Fallzuweisung an die TOA-Vermittlungsstellen angewiesen.
Ziel dieses Einführungsseminars ist daher die Vermittlung von Grundlagenwissen zur Restorative Justice und zum TOA in Deutschland, wobei sowohl Möglichkeiten als auch etwaige Grenzen aufgezeigt werden.
Anhand eines konkreten Falls wird die praktische Durchführung einer Mediation in Strafsachen veranschaulicht, um wichtige Anknüpfungspunkte für das eigene Handlungsfeld aus der Veranstaltung mitnehmen zu können und die RJ in Deutschland langfristig stärker zu etablieren.
Besonders Augenmerk wird auch auf die Relevanz des TOA für die Arbeit von Richter*innen gelegt und dargestellt, wie sich dieser in richterliches Handeln bzw. gerichtliche Entscheidungsfindung einbetten lässt.

Inhalte:
  • Perspektiven und Bedürfnisse von Tatbetroffenen und Tatverantwortlichen
  • Restorative Justice, TOA und Mediation in Strafsachen in Deutschland sowie Reflexion von Chancen und Grenzen der Strafjustiz
  • Gesetzliche Grundlagen des Täter-Opfer-Ausgleichs nach dem JGG und Jugend-TOA in der Praxis: Eignungskriterien und Phasen der Mediation in Strafsachen anhand eines Fallbeispiels
  • Relevanz und Nutzen für Richter*innen
  • Anknüpfungspunkte und Handlungsmöglichkeiten für die Arbeit von Jugendrichter*innen, Staatsanwält*innen, Fachkräften der Jugendhilfe und der Bewährungshilfe
Seminarleitung: Christoph Willms, Leitung des Servicebüros für Täter-Opfer-Ausgleich und Konfliktschlichtung des DBH e. V., Köln | Clivia von Dewitz, Jugendrichterin am Amtsgericht Pasewalk und Mediatorin | Hendrik Middelhof, Mediator in Strafsachen; lizenzierter Mediator und Ausbilder für Mediation im Bundesverband Mediation (BM), Aachen.

Zeit: 9:00 Uhr bis 13:30 Uhr

Zielgruppe: Jugendrichter*innen, Staatsanwält*innen, Fachkräfte von öffentlichen sowie freien Trägern der Jugend- und Bewährungshilfe

Methoden: Impulsreferate, interaktives Referat, Falldarstellung, Interaktionen in kleinen Gruppen und Diskussionen im Plenum

Teilnahmegebühr: 75 Euro für Nicht-Mitglieder | 55 Euro für DVJJ-Mitglieder

Anti-Bias-Training - Mit eigenen Vorurteilen und Voreingenommenheiten gekonnt umgehen

04.02.2022
Wir alle haben Vorurteile und Voreingenommenheiten (biases). Weil diese erlernt sind, können wir sie dementsprechend hinterfragen und aktiv “ent-lernen”. Das tiefgehende Training inspiriert und bekräftigt Menschen jeden Alters, Voreingenommenheiten in sich selbst, anderen und der Gesellschaft herauszufordern.

Veranstalter: Berliner Landeszentrale für politische Bildung
Zeit: 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Ort: Online über WebEx
Entgelt: Die Teilnahme ist entgeltfrei.
Quelle: www.berlin.de

"Doing Peace. Die Vielfalt von Friedensarbeit erleben."

14. Tagung des norddeutschen Netzwerkes Friedenspädagogik
Zeit: 24. Februar 2022, Programmbeginn: 10:00 Uhr
bis 25. Februar 2022, Programmende: 14:30 Uhr
Ort: Online
Anmeldung: Bis zum 21. Februar 2022
E-Mail: tagung@netzwerk-friedenspaedagogik.de
Kosten: Abhängig von der Mittelbewilligung ist die Tagungsteilnahme voraussichtlich kostenfrei. Ggf. bitten wir um einen Solibeitrag.
Das genaue Programm wird in Kürze auf der Internetseite des
Norddeutschen Netzwerks Friedenspädagogik zu finden sein.
Quelle: www.netzwerk-friedenspädagogik.de

Schule lernt Streitkultur|

Round Table für Idee und Aktion

Nächste Runde am 24.03.2022 von 18 bis 20 Uhr
Round Table
In vielen Schulen, Kitas und Bildungseinrichtungen gibt es bereits Mediationsprojekte und Klassenräte. Wir widmen uns der Verbreitung, der Ausbildung, der Qualität und der Etablierung von Schul-Mediation [1] sowie der länder- und verbandsübergreifenden Vernetzung.

Wir wollen…
  • Schul-Mediation in die Öffentlichkeit bringen
  • Schul-Mediation in den Ausbildungskontext hineintragen
  • Schul-Mediation von der Grundschule bis ins Gymnasium verankern
  • erreichen, dass im Rahmen der Demokratiepädagogik die Kinderrechte umgesetzt werden und Schüler:innen ein Recht auf Schülermediation und Klassenrat haben
  • eine unabhängige, länder- und verbandsübergreifende Vernetzung aller Aktiven im deutschsprachigen Raum aufbauen.
[1] Wir schreiben Schul-Mediation, weil Schule und Mediation noch nicht zusammengehören. Das Netzwerk will das Bindeglied=der Bindestrich werden. Werde Teil des Netzwerks!
Quelle: www.schule-lernt-streitkultur.de

Mediation in der Pandemie

Nach wie vor erhalten wir Anfragen zu Mediation. Vor allem in familiären Konflikten. Die meisten interessieren sich für eine Präsenzmediation. Aber auch Online-Mediationen werden gewünscht. Wir richten uns nach den Wünschen der Konfliktparteien und machen beides.
Kontakt: kontakt@konflikthaus.de

Fundstück

Schulterklopfmaschine: Wer hat sich ein Lob verdient?

Bei Laufenburg in der Schweiz wurde eine alte Telefonzelle in eine Schulterklopfmaschiene verwandelt. Die Süddeutsche Zeitung hat über diese kreative Idee einen Beitrag verfasst.
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Materialien für Trainer:innen und Mediator:innen

Neues ufuq.de-Kartenset für Berliner*innen erhältlich: „Wie funktioniert Diskriminierung?“

Die Fachstelle für Pädagogik zwischen Islam, antimuslimischem Rassismus und Islamismus in Berlin bietet ab sofort Kartensets zum Thema „Wie funktioniert Diskriminierung?“ an. Das Kartenset ist eine Arbeitshilfe, um im schulischen oder außerschulischen Bereich mit Jugendlichen über Diskriminierung, Intersektionalität und institutionelle Diskriminierung ins Gespräch zu kommen.

Das Kartenset eignet sich ab Klassenstufe 9 für Gruppen mit bis zu 30 Teilnehmenden. Es umfasst 62 Karten im Format A5 und wird in einer Schutztasche geliefert. Aufgrund der Förderbedingungen ist eine Bestellung gegen Porto nur durch Berliner Schulen, Einrichtungen der schulischen oder außerschulischen Jugendarbeit, Träger und Vereine möglich.
Quelle: www.ufuq.de

Noch Sachkosten übrig?

Friedensteppich und Friedenskarten

Der Friedensteppich ist ein Beitrag zu einer konstruktiven Streitkultur, seine Anwendung verbessert den sozialen Frieden.

Trainerin Kerstin Lück hat einen Friedensteppich entwickelt, der Streitenden dazu verhelfen soll, bei niedrig eskalierten Konflikten ohne externe Unterstützung einen Konflikt zu lösen und eigenständig zu einer Einigung zu kommen. Die Eskalationsstufen nach Friedrich Glasl bieten dabei eine gute Möglichkeit einzuschätzen, wie weit der eigene Konflikt bereits fortgeschritten ist. Natürlich bedarf es bei höher eskalierten Konflikten eine Vermittlung durch Dritte, im besten Fall durch eine*n Mediator*in.

Ein Gang über den Friedensteppich kann jedoch bei kleineren Konflikten bereits sehr hilfreich sein, da die Streitparteien sich auf diese Weise Schritt für Schritt ihrem Konflikt annähern und dabei angehalten sind, ihre Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche zu verbalisieren und gleichermaßen einen Einblick in die Welt des Gegenübers erhalten.
Friedensteppich
Der Friedensteppich ist sowohl in Farbe als auch in Grauabstufungen mit farbigen Kreisen erhältlich. Darüber hinaus gibt es den Friedensteppich auch als Friedenskarten im Visitenkartenformat mit zwei Spielsteinen.

Der Friedensteppich ist aus 100% recyceltem Polyester und entspricht den Maßen 436x78cm.

Eskalationsstufen

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Mit Hilfe von 9 Cartoons des Illustrators KM Grebe kann die Konflikttheorie nach Friedrich Glasl anschaulich gemacht und nachvollzogen werden.

Erfolgreiche Deeskalation braucht Wissen über Eskalation. Hier können Pädagog*innen und Kinder und Jugendliche gemeinsam lernen und Auswege aus der Gewaltspirale entwickeln. Wir danken Friedrich Glasl und Konflikthausmitglied Helga Neumann für ihre Unterstützung bei der Entwicklung der Illustrationen und Texte.

Gefühlsmonster online nutzen

Hilfe für Familien in Quarantäne-Not - Eine gemeinsame Aktion von Konflikthaus e.V. und der Gefühlsmonster GmbH, Berlin

So geht die virtuelle "Mediation" mit den Monstern:

Unsere Kollegin Lilli Höch-Corona hat intensiv an der virtuellen Benutzbarkeit der Gefühlsmonster gearbeitet. Dabei ist auch eine Mediationsanwendung entstanden, die der/die Mediator*in übers Bildschirmteilen nutzen kann.
Beide Konfliktparteien beschreiben anhand von ausgewählten Gefühlsmonster-Karten, wie es ihnen selbst geht und was sie glauben, wie es ihrem Gegenüber geht. Dafür werden jeweils bis zu drei Karten ausgewählt.
Mögliche Anschlussfrage: Wie würden Sie sich fühlen, wenn wir in diesem Gespräch zu einer einvernehmlichen Lösung kommen?

Jobangebote

ufuq.de sucht: Projektleitung (m/w/d)

In Berlin suchen wir immer noch Verstärkung: Die Fachstelle für Pädagogik zwischen Islam, antimuslimischem Rassismus und Islamismus in Berlin sucht zum 1. Februar 2022 eine Projektleitung (m/w/d).

Der Stellenumfang beträgt nun 75%.
ufuq.de ist das Webportal für Pädagogik zwischen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus und wendet sich an Lehrer*innen und Pädagog*innen. Es möchte informieren, anregen und konkrete Hilfestellungen für den Umgang mit kultureller und religiöser Vielfalt geben.

ufuq.de ist auch offline aktiv: Wir bieten Workshops für Jugendliche und Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte und Multiplikator*innen an, außerdem entwickeln wir Materialien für den Unterricht und beraten bei der Umsetzung von Projekten und Präventionsansätzen vor Ort.

Impressum und Kontakt:
Ufuq e. V., Dudenstraße 6, D-10965 Berlin
Tel.: 030-98 34 10 51, E-Mail: info@ufuq.de, Web: www.ufuq.de

Jugendbildungsreferent*in für das Helmut-Gollwitzer-Haus zum 15.03.2022 gesucht.

Das Helmut-Gollwitzer-Haus in Wünsdorf (Land Brandenburg) ist die Bildungsstätte der Evangelischen Jugend. In unserem Haus mit 60 Betten finden vorwiegend Seminare der außerschulischen Jugendbildung für Schulklassen und Gruppen der Evangelischen Jugend statt. Hauptzielgruppen sind Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 14 Jahren. Schwerpunkte sind z. Zt. erlebnispädagogische Sozialkompetenztrainings, gewaltfreie Konfliktlösung und die Ausbildung ehrenamtlicher Mitarbeiter*innen für die Evangelische Jugend.

Wir wünschen uns eine*n Jugendbildungsreferent*in, die*der
  • die von unseren Honorartrainer*innen durchgeführten Bildungsangebote konzipiert, organisiert und thematisch weiterentwickelt
  • Honorartrainer*innen für die Seminare begleitet und gewinnt
  • Fördermittel akquiriert und beantragt, Budgetplanung und Abrechnung vornimmt
  • Öffentlichkeitsarbeit betreibt und neue Kooperationen aufbaut
  • die Bildungsarbeit des Hauses vernetzt mit der Evangelischen Jugend und dem entsprechenden Arbeitsbereich im Amt für kirchliche Dienste der EKBO
  • gelegentlich selbst Seminare anleitet
Ihre fachlichen Kompetenzen sind:
  • Hochschulabschluss in einem pädagogischen Bereich oder entsprechende andere Qualifikationen in der Jugendbildungsarbeit
  • Erfahrung in der außerschulischen Jugendbildung (praktisch und konzeptionell), gerne im Bereich Erlebnispädagogik, Mediation, diversitätsbewusster und Demokratie-Bildung; methodische Kenntnisse in anderen Bereichen (Anti-Diskriminierungsarbeit, globales Lernen, Begegnungspädagogik…) sind ein Plus
  • Erfahrung in Verwaltung und Organisation geförderter Jugendprojekte
Arbeitsort ist unser Berliner Büro in Charlottenburg. Die Dienstreisen zu punktuellen Seminarbegleitungen in Wünsdorf werden erstattet.
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