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Konflikthaus Newsletter 07.2020

Konflikthaus e.V. gemeinnützig

Hier informieren wir über relevante und amüsante News rund um Konfliktbearbeitung:
Unsere Aktivitäten in Berlin und Brandenburg, Erstaunliches rund um Sozialkompetenz und Tipps, Rezensionen, Seminar-Ankündigungen, Jobangebote und mehr. Gerne veröffentlichen wir auch Infos zu diesen Themen von Euch/Ihnen, unseren Abonnent*innen.
Inhalte:
  • Neues aus der Wissenschaft
  • Was macht Konflikthaus?
  • Infos aus der engagierten Gesellschaft
  • Empfehlungen
  • Jobs
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Neues aus der Wissenschaft

Studie zu Rassismus im Kontext von Wirtschaft und Arbeit

Laut einer repräsentativen Umfrage von Gesicht Zeigen e. V., EY Deutschland und Civey, die im Sommer 2020 durchgeführt wurde, hat jede:r fünfte Deutsche schon einmal rassistische Diskriminierung am Arbeitsplatz erlebt, zumeist allerdings nicht am eigenen Leib: 17 Prozent der Beschäftigten haben beobachtet, dass andere Menschen rassistisch diskriminiert wurden, drei Prozent waren selbst Opfer rassistischer Diskriminierung.

Wie gehen Arbeitnehmer:innen damit um, wenn sie beispielsweise Zeug:in rassistischer Äußerungen werden?

Über 28 Prozent der Beschäftigten sagen, dass sie bei rassistischen Vorfällen in ihrem Unternehmen nicht sofort ihre Vorgesetzten informieren würden, knapp 12 Prozent sind in dieser Frage unentschieden. „Viele Diskriminierungen kommen daher erst gar nicht zum Vorschein, was aber durchaus auch daran liegen mag, dass dafür notwendige Strukturen nicht vorhanden sind“, sagt Sophia Oppermann, Geschäftsführerin von Gesicht Zeigen!. So sagen knapp 27 Prozent der Beschäftigten, dass es in ihrem Unternehmen keine Person gebe, an die sie sich bei rassistischen Vorfällen wenden können. Obendrein sehen immerhin 19 Prozent, also fast jede:r fünfte Beschäftigte, zumindest die Gefahr, dass sich für sie Nachteile am Arbeitsplatz ergeben könnten, wenn sie sich gegen Rassismus einsetzen.

37 Prozent der Gesamtbevölkerung sagen allerdings auch, ihnen sei es gar nicht wichtig, sich aktiv gegen Rassismus einzusetzen.

Leipziger Autoritarismus-Studie 2020

Die Leipziger Studien zu autoritären und rechtsextremen Einstellungen in Deutschland werden seit 2002 alle zwei Jahre von einer Arbeitsgruppe um Oliver Decker und Elmar Brähler der Universität Leipzig durchgeführt.
Autoritarismus-Studie
Die aktuelle Leipziger Autoritarismus-Studie basiert auf einer repräsentativen Erhebung mit 2.503 Befragten. Zunächst als »Mitte«-Studien der Universität Leipzig bekannt geworden, liegt seit 2018 der Schwerpunkt auf der Untersuchung autoritärer Dynamiken. Antisemitismus, Ethnozentrismus und Antifeminismus sind zudem im Fokus. Die Studie wurde von der Heinrich-Böll-Stiftung und der Otto Brenner Stiftung unterstützt.

Studientag „Typisch Jüdisch?”

Vorträge jetzt auf YouTube

Auch wenn Jüdinnen:Juden heute nur eine kleine Minderheit in Deutschland sind, ist jüdisches Leben in Teilen des Landes deutlich sichtbarer geworden. Doch ein großer Teil der nicht-jüdischen Bevölkerung hat auch weiterhin kaum persönlichen Kontakt zu Jüdinnen:Juden.

Eine Auseinandersetzung mit dem Judentum findet daher häufig nur indirekt statt. Aber wo und vor allem wie kommt Judentum in der öffentlichen Wahrnehmung vor? Welche Bilder von Juden:Jüdinnen zeichnen Fernsehen und Medien? Welches Wissen über Judentum wird in Schulbüchern vermittelt? Diese Repräsentationen des Jüdischen in der Gegenwart war Thema einer Kooperationsveranstaltung des Projekts „Jederzeit wieder! Gemeinsam gegen Antisemitismus“ der Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V., der Landeszentrale für politische Bildung NRW und des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.

Die Vorträge, die Julia Bernstein, Daniel Wildmann und Astrid Messerschmidt im Rahmen des Studientages gehalten haben, sind ab sofort bei YouTube zu sehen.

„Religion verhandeln?! Aushandlungsprozesse im Kontext von Demokratie, Gesellschaft und Bildung”

Wie viel Religion verträgt die politische Bildungsarbeit? Welchen Unterschied macht es, ob Fachkräfte selbst religiös sind? Wie können areligiöse Menschen mit religiösen Fragen in Workshops umgehen?
Der hier dokumentierte Fachtag widmete sich den persönlichen, gesellschaftlichen und politischen Aushandlungsprozessen im Umgang mit religiös geprägten Lebenswelten.
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In mehreren Workshopphasen diskutierten die 25 Teilnehmenden in Kleingruppen Einzelaspekte im Zusammenhang von Religion und Bildungsarbeit und deren Anwendung in der pädagogischen Praxis, in moderierten Gesprächen mit geladenen Gästen ging es dagegen vor allem auch darum, unterschiedliche Ansätze und Perspektiven sichtbar zu machen.

Folgendes Fallbeispiel wurde in dem Workshop „Zum Umgang mit religiösen Fragen und konfessionellen Perspektiven in der politischen Bildung" behandelt: Ein muslimischer männlicher Teamer macht einen Workshop mit ausschließlich nicht-muslimischen weiblichen Lehrkräften. Eine Lehrerin berichtet, dass ein Jugendlicher sich geweigert habe, ihr die Hand zu geben und fragt, ob der Teamer ihr das islamisch erklären könne. Was soll er tun?

Was macht Konflikthaus?

Konflikthaus meets Goethe-Institut Prag

Am Morgen des 22. November 2020 fand im Rahmen eines Alumni-Treffens des Goethe-Instituts Prag per Zoom ein Mediationsworkshop für acht junge Menschen zwischen 16 und 22 Jahren aus Russland, Tschechien, Polen, Belarus, Ungarn, Estland und Lettland statt. Seminarleiterinnen waren Ingrid Schütz und Sabine Müller-Bunzel von Konflikthaus. Hier ist ihr Bericht:
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Zum Kennenlernen haben wir uns mithilfe des Whiteboards, auf dem alle W-Fragewörter eingeblendet waren, Fragen gestellt. Die anschließende Theorie umfasste dann die Begriffe Frieden und Konflikt, Eskalationsstufen, die fünf Phasen der Mediation und die vier Schritte der empathischen Kommunikation nach Rosenberg.
Gut die Hälfte der Zeit wurden Übungen u.a. zum empathischen Zuhören, zum wertfreien Beschreiben, zu Beobachtung, Gedanke und Interpretation und zu den Bedürfnissen gemacht. Am Ende habe ich mit Sabine, die die Rolle der Moderation übernommen hatte und Co-Host war, mit verteilten Rollen den Konflikt zweier WG-Bewohnerinnen gespielt, die TN konnten dann ihre Beobachtungen und Hypothesen äußern und Vorschläge machen, wie sie als Mediator*innen vorgehen würden.

Am meisten Spaß hatten die TN beim wertfreien Beschreiben und dem Rollenspiel und überrascht hat sie, dass der/die Mediator/in keinen Lösungsvorschlag macht. Einige wollten sich etwas mehr mit Mediation beschäftigen und fanden viele Gedanken hilfreich für eigene Konflikte.

Wir haben uns entweder direkt über die eingeblendete Präsentation oder pdf-Dokumente austauschen können. Zwei Mal gab es für Gespräche kleinere Gruppen im breakout-room. Beiträge der TN wurden entweder im chat durch das Kürzel wm (Wortmeldung) oder durch Handheben signalisiert. Während des Workshops war die Verbindung zu der Teilnehmerin aus Belarus plötzlich unterbrochen, sie schrieb daraufhin eine Email, in der sie vermutete, dass die Regierung die Verbindung geblockt habe, da es der Tag der Sonntagsdemonstrationen war.

Ingrid Schütz

AKTUELL: Projekt Online-Klassenrat 🎉

Das hessische Kultusministerium ermöglicht 2 Klassen den Online-Klassenrat (OKL) einzuführen und beauftragt Konflikthaus.

Im Projekt Gewaltprävention und Demokratielernen (GuD) des Ministeriums versuchen engagierte Pädagog*innen das Soziale Miteinander weiter zu fördern. Meike Dudde und Kerstin Lück nutzen Jitsi, Zoom und nuudle, um die Schüler*innen moderationsfit zu machen, so dass sie den nächsten Klassenrat selbst moderieren können. Wir werden auch im nächsten Newsletter darüber berichten.

Konfliktberater*innen werden zu Mediator*innen qualifiziert

Insgesamt 18 Konfliktberater*innen aus allen Dienststellen der Polizei Brandenburg werden mit einer umfangreichen Qualifizierungsmaßnahme zu zertifizierten Mediator*innen ausgebildet. Damit wurde der Grundstein für deren hohe fachliche Qualifizierung gelegt.
Nach einer Ausschreibung wurde in enger Abstimmung zwischen der HPol und dem ZDPol die Fachhochschule Potsdam und der Konflikthaus e.V. beauftragt, je eine*n Konfliktberater*in je Dienststelle zu zertifizierten Mediator*innen auszubilden. Insgesamt 120 Stunden Präsenzausbildung in vier Modulen vermitteln ein umfangreiches Wissen aus den Bereichen Kommunikationspsychologie und Rechts-wissenschaften.
Polizeikurs
Das erste fünftägige Modul stand zunächst einmal im Zeichen der Grundlagenausbildung. Wie funktioniert Mediation, welche Voraussetzungen benötigt Mediation? Geübt wurden Kommunikationstechniken und erste Abläufe auf der Basis des erfahrungsbasierten Lernens. Die Teilnehmenden bekamen dabei ein Gefühl für die Arbeit als Mediator/-in.

„Sehr spannende und fordernde Tage liegen hinter uns. Die Inhalte sind nicht nur auf das Berufsleben, sondern auf alle Lebenssachverhalte anwendbar, was die Arbeit als Konfliktberater*in besonders wertvoll macht. Ich freue mich schon auf die folgenden Module!“ - Teilnehmer

Soziales Lernen: ein gemeinsamer Marathon!

Vorstandsfrau Kerstin Lück hat einen Artikel in der Zeitschrift "die Grundschule" geschrieben.

Kinder sind nicht automatisch sozial kompetent; entsprechende Verhaltensweisen müssen sie nach und nach erlernen. Die Schule kann sie dabei systematisch unterstützen. Die Autorin weist einen Weg durch die verschiedenen Konzepte und gibt Tipps. Die Zeitschrift "die Grundschule" mit den Schwerpunkten Literatur als Türöffner / Soziales Lernen stärken.
Artikel die Grundschule Soziales Lernen
Ausgabe 6/2020, erhältlich als Druck- und Digitalausgabe, erscheint am 1.12 und ist hier zu beziehen.

Vereinsinternes Online-(Cyber)Mobbing-Seminar

von Philipp Behar-Kremer und Kerstin Lück

Seit geraumer Zeit steigen die Anfragen der Schulen an Konflikthaus zum Thema Mobbing, Cybermobbing, Mobbingbearbeitung. Besorgniserregend ist, dass die Problematik in manchen Schulen bereits bei den ganz Kleinen in der ersten Klasse auftaucht und natürlich mit zunehmendem Alter leider nicht abnimmt. Es sei denn Kinder und Jugendliche bekommen die Möglichkeit, zu diesem Thema miteinander zu arbeiten.

Dem unterschiedlichen Alter der jungen Menschen entsprechend müssen auch Trainings zum Thema Anti-mobbing sehr vielgestaltig entwickelt werden. Konflikthaus ist es ein wichtiges Anliegen, auch durch vereinsinterne Fortbildungen Themen der Konfliktbearbeitung immer wieder neu aufzugreifen, zu vertiefen und zu erweitern. Dabei können wir in unserem Trainer*innenpool auf Expert*innen zu unterschiedlichen Themen zurückgreifen. Das sichert die Qualität unserer Arbeit und den gemeinsamen Wissensstand. So fand im November 2020 ein Online – Seminar zum Thema Mobbing / Cybermobbing statt.

Mobbing – Erfahrungen sind extrem schmerzhaft und können Betroffene für ihr Leben prägen. Umso wichtiger ist es, Schüler*innen, Pädagog*innen und auch Eltern mit Handlungsmöglichkeiten auszustatten. Die sogenannte Generationengrenze sorgt dafür, dass Mobbing in der Regel unter Ausschluss Erwachsener stattfindet, das Durchschauen derartiger Strukturen ist für Lehrkräfte sehr schwer. Gerade deshalb ist die Aufklärung von Schüler*innen ein so wichtiger Bestandteil von Mobbing-Prävention, aber auch bei der Bearbeitung von stattfindendem Mobbing.
Das Wissen über die unterschiedlichen Rollen im „System Mobbing“, das Bewusstsein dafür, dass es sich nicht nur um Taten Einzelner handelt, sondern auch ich als vermeintlicher „Nur – Zuschauer“ Teil dessen bin und mein Verhalten dieses System
Cybermobbing_Seminar
stützen oder durchbrechen kann, sind Grundlagen für eine erfolgreiche Intervention. Die Übergänge von Mobbing und Cybermobbing sind fließend. Unwahrheiten und Gerüchte über eine Person, peinliche Fotos und Filme verbreiten sich rasend schnell und sind für Betroffene nicht mehr einzufangen.

Das Trainerteam von Konflikthaus ist - vor allem nach dieser vereinsinternen Fortbildung - noch kompetenter aufgestellt als vorher und freut sich, wenn es Schulen, Klassen und einzelne Betroffene weiterhin unterstützen kann, dieses Thema zu bearbeiten und Wege zu suchen für ein respektvolles und friedliches Miteinander mit konstruktiver Streitkultur.

Doris Hauptstein und Helga Neumann

Fortbildung zur Trainer*in für Soziales Lernen

Start Juni 2021 | 9-Tages-Seminar

Viele Schulen haben den Anspruch, das Soziale Lernen zu entwickeln und fest zu verankern. Dieser Kurs bietet für Pädagog*innen das geeignete Handwerkszeug und Unterstützung bei der Erstellung eines passgenauen Curriculums für die eigene Schule.
Der Kurs behandelt alle 8 Handlungsfelder des Sozialen Lernens multimethodisch im steten Wechsel, damit die Teilnehmenden ihren eigenen Methodenmix finden. Konflikthaus hat eine Cloud mit umfangreichem gut aufbereitetem Übungsmaterial entwickelt, das den Teilnehmenden zugänglich gemacht wird. Für Pädagog*innen, Sozialarbeiter*innen und Ehrenamtliche aus dem pädagogischen Bereich.

Die Fortbildung wird durchgeführt von:
Kerstin Lück: Konfliktmanagement | Deeskalation | Coolness ® -Training | Mediation
Helga Neumann: Soziales Training | Mediation | Starke Pädagog*innen, | Konfrontatives Soziales Training (KSK®)
2021-flyer-konflikthaus-trainerkurs-soziales-lernen-v1
Zeitumfang: 9-Tages-Seminar, immer 9 – 16 Uhr
Termine:
Block I 29.06.2021 – 01.07.2021
Block II 03.08.2021 – 05.08.2021
Block III 10.08.2021 – 12.08.2021
Ort: Haus Eichkamp, Zikadenweg 42a, 14055 Berlin, S-Bhf. Messe-Süd
Zertifikat: Die Teilnehmenden bekommen ein Zertifikat, wenn sie 90% der Zeit teilgenommen und ein Konzept für ihre Schule eingereicht haben. Weitere Informationen nach Anmeldung.
Teilnehmerbeitrag: 1.300 € incl. 5% Mwst bis Ende 2020, danach 7%
Anmeldeschluss: 29.05.2021

Infos aus der engagierten Gesellschaft

Kinderfriedenspreis für Einsatz gegen Cyber-Mobbing

Für seinen Einsatz gegen Cyber-Mobbing und Online-Kriminalität ist der 17-jährige Sadat Rahman aus Bangladesch mit dem diesjährigen Kinderfriedenspreis geehrt worden. Rahman wurde die angesehene Auszeichnung der in den Niederlanden ansässigen Stiftung KidsRights am gestrigen Freitag verliehen; die Zeremonie fand aufgrund der Corona-Krise online statt.

Hilferuf per App
"Wenn ich Teenager vor Cyber-Mobbing beschützen kann, warum können das dann nicht auch andere tun", sagte der junge Mann nach Angaben der Stiftung. Er hat die App "Cyber Teens" entwickelt, über die Kinder und Jugendliche in seiner Heimatregion Narail Mobbing-Attacken und andere kriminelle Aktivitäten vertraulich an ein Freiwilligen-Team melden können. Das Team sorgt dann dafür, dass in Notfällen die Polizei aktiv wird. Mehrere Täter konnten so bereits festgenommen werden.

Soziales lernen und soziales Lernen

halbtagsblog
In seinem Blog “halbtagsblog” gewährt Jan-Martin Klinge, Vater zweier Töchter, Blogger, Autor und Lehrer, Einblicke in die Freude und Möglichkeiten des Lehrerberufs.

Im kürzlich erschienenen Beitrag “Soziales lernen und soziales Lernen” berichtet er von einem Spiel mit seinen Schülern, welches - in Anbetracht der aktuellen Zeit - den Zusammenhalt und das Miteinander unter den Schülern stärken sollte.

Jan- Martin Klinge:

Wenn ich meine Schülerinnen und Schüler betrachte, dann sehe ich Lebenswege. Ahne Vergangenes und Zukünftiges und weiß um die entscheidende Bedeutung sozialen Lernens. Junge Erwachsene scheitern in der Ausbildung oft nicht, weil sie das Reflexionsgesetz nicht kennen. Oder weil sie Schwierigkeiten mit der Bruchrechnung haben. Sie scheitern, wenn sie nicht teamfähig sind. Wenn sie keinen Blick für andere haben. Wenn sie ihr Handeln nicht reflektieren können.

Doch auch die Schüler hielten eine Überraschung für ihre Lehrer bereit.
Lesen Sie auf seinem Blog, was passiert ist.

Schülerinnen und Schüler verwalten eigenen Etat

Es ist eine Idee, die vielen Schülerinnen und Schülern gefällt: Gemeinsam können sie über eine bestimmte Summe Geld verfügen und entscheiden dann in einem demokratischen Prozess, was davon für ihre Schule angeschafft wird.
Bereits 76 öffentliche Schulen in acht Berliner Bezirken beteiligen sich an dem Projekt. Zwischen 2000 und 4000 Euro erhalten die teilnehmenden Schulen, die sie dann für bestimmte schulische Zwecke ausgeben können.
Schülerinnen und Schüler haben damit Basketballkörbe, Leinwände für Beamer oder mobile Fußballtore beschafft, Hochbeete wurden angelegt, zusätzliche Fahrradständer eingerichtet, Bücher erworben oder Outdoor-Sitzkissen und weitere Sitzgelegenheiten für den Schulhof beschafft.
Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie:

„Besonders imponierend sind die vielen guten Ideen, mit denen Schülerinnen und Schüler ihre Schule attraktiver gestalten. Hoffentlich werden in den kommenden Jahren immer mehr Schulen den Schülerhaushalt für sich entdecken. Das ist eine Form der praktischen Demokratiebildung, die die ganze Schulgemeinschaft bereichert. Ich wünsche dem Projekt weiterhin viel Erfolg!"

Welche Softskills Beschäftigte weiterbringen

Die Arbeitswelt wandelt sich schnell. Um mit neuen Anforderungen Schritt zu halten, sollten man im Job vor allem bestimmte Schlüsselqualifikationen mitbringen. Welche sind wichtig?

Geht es darum, wie wir heute und künftig im Zuge der zunehmenden Digitalisierung arbeiten, spricht man oft von der Arbeitswelt 4.0. Weil die Transformation schnell geht und sich die Arbeitsweise in vielen Bereichen ändert, brauchen Beschäftigte die richtigen Schlüsselkompetenzen, um Schritt halten zu können.

light-bulb
Lernkompetenz
to-do
Selbstmanagement
empathy
Ambiguitätstoleranz
Annette Vorpahl, Supervisorin und Coach in Bad Homburg erklärt im Magazin "Faktor A" der Bundesagentur für Arbeit, mit welchen Soft Skills Beschäftigte punkten können.

Forumtheater mit Flüchtlingen und Heimischen - Konzept

Integrationsprojekt: „Theaterwerkstatt für Integration“
Forumtheater mit Flüchtlingen und Heimischen nach der Methode des Theaters der Unterdrückten von Augusto Boal mit Medienprogramm zur Dokumentation und Kommunikation des Projektes und seiner Teilnehmer*nnen in den Social Media.
Die Flüchtlingsfrage ist als Thema in aller Munde und sicherlich auch als neue Realität im Bewusstsein der Menschen. Denn die Integration so zahlreicher hilfebedürftiger Menschen aus anderen Kulturen ist keine gesellschaftliche Aufgabe, die einem konkreten behördlichen Plan folgend gelöst werden kann.
Forumtheater für Flüchtlinge und Heimische
Sie ist vielmehr ein ziviler kultureller Prozess, der in sich äußerst komplex und in seinen Wirkungen unvorhersehbar ist. „Multi-Kulti“ ist viel mehr als die Summe ihrer Einzelteile. Das gesellschaftliche Gefüge kommt zurzeit erheblich unter Druck, und wir müssen handeln und helfen. Die Gesellschaft öffnet sich und sucht sich neu zu ordnen. Jede einzelne Lebenssituation der Ankömmlinge bedarf individueller Integration. Für alle Bewohner dieses Landes entstehen neue Verhältnisse. Die Regierung tut sicherlich ihr Bestes die innere Stabilität des Staates zu wahren, unseren Wohlstand und inneren Frieden zu teilen, aber nicht zu verlieren. Im Leben sind jedoch alle Bürger und Gäste dieses Landes gefragt, wohlwollend dazu beizutragen, dass uns ein guter Übergang in neue harmonische gesellschaftliche Verhältnisse gelingt.

Das Theater soll unseren Blick öffnen und uns einander näher bringen, einander verstehen und wertschätzen lehren. Wir wollen einen Beitrag leisten, Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Integration der Flüchtlinge aus Syrien und anderen Ländern besser zu verstehen, die kulturell bedingten Konflikte und Hemmnisse sichtbar machen und Lösungsmöglichkeiten zu finden.

Empfehlungen

KiDs - Kinder vor Diskriminierung schützen!

Mein Körper - mein Zuhause!
Anregungen für eine diskriminierungssensible Praxis.

Kinder interessieren sich früh für Themen rund um Körper und Geschlecht. Zum Problem kann das werden, wenn es sich in Aufklärungsbüchern oder bei -gesprächen mit Erzieher:innen oder Eltern nur um weiße, schlanke Kinder ohne Behinderung dreht. Diese Ausgabe nimmt sich dieses Themas an, erklärt die Fallstricke und Gefahren, die auf diesem Gebiet auftauchen und gibt hilfreiche Tipps, wie Erzieher:innen und andere Bezugspersonen von Kindern die Thematik diskriminierungsfrei und unverkrampft mit Kindern besprechen können.
Kids_Diskriminierung

Handbuch Islam & Schule

Hunderttausende Kinder und Jugendliche werden in ihrem Alltagsleben, ihren Werten und ihren Identitäten durch den Islam beeinflusst.

Welches Wissen benötigen Lehrer*innen und Pädagog*innen über die Themenfelder Islam und die Muslime, Muslimfeindlichkeit, Islamismus und Dschihadismus im schulischen Alltag? Das Handbuch "Islam & Schule" motiviert dazu, diese komplexen Themen aufzugreifen und bietet Hintergrundinformationen und Anregungen für die pädagogische Auseinandersetzung.

Das Handbuch Islam & Schule können Sie unter folgendem Button herunterladen. Die Printausgabe ist leider vergriffen.

Rezension: das Führungspuzzle von Simsa und Patak

Welches Führungshandeln brauchen Non-profit-Organisationen und welche Konfliktherde können damit einhergehen? Diese und andere spannende Fragen untersuchte Madleen Bernhardt.
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Unter den wenigen Ratgebern für Non-profit-NGOs bietet das „Führungs-Puzzle“ von Simsa und Patak einen ganzheitlichen Ansatz. Als Weiterentwicklung eines Management-modells aus der For-Profit-Welt unterscheidet es sich erst einmal nicht wesentlich von anderen Führungs-konzepten.
Jedoch setzen die Forschenden dabei Schwerpunkte, die die dargestellten Anforderungen und Widerspruchslagen von Nonprofit-Organisationen gewinnbringend einbeziehen. Dabei versuchen sie nicht, jene Sektor-spezifischen Herausforderungen aufzulösen, vielmehr bieten sie alternative Handlungs- beziehungsweise Steuerungsansätze, um den Organisationsalltag erfolgreich auszubalancieren.

Für den Bereich der Selbstführung sind Selbstreflexion, Gesundheitsverhalten, Arbeitsorganisation, Konfliktmanagement sowie die eigene Haltung gegenüber den Menschen und der Organisation angesprochen. Die Autor*innen betonen vor diesem Hintergrund, dass vor allem in Nonprofit-Organisationen die Persönlichkeit der Führungskraft und ihr glaubwürdiges Auftreten von besonderem Interesse ist. Bei der Mitarbeiterführung geht es selbstverständlich darum, Menschen mit ihren Fähigkeiten und Potenzialen anzuerkennen sowie sie entsprechend zu fordern und zu fördern.
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Madleen Bernhardt, zertifizierte Mediatorin und Sozialwissenschaftlerin

Unser Kooperationspartner: Gefühlsmonster - Der Beginn©2020

Gefühlsmonster
Zur Feier des 15jährigen Bestehens der Gefühlsmonster erzählt Lilli Höch-Corona, die Gründerin, wie alles entstanden ist. Wie sie die Idee hatte und mit ihrem Sohn Christian Corona die Gefühlsmonster entwickelt und herausgegeben hat. Unsere Mitglieder Helga Neumann und Kerstin Lück haben die Gefühlsmonster von Anfang an begleitet.

Viel Spaß beim Anschauen!

TIPP: STOP-OK! | Ein Moderationsspiel

In dem Moderationsspiel STOP-OK! geht es darum, gemeinsam mit einer Gruppe biografische Wendepunkte in Radikalisierungsverläufen zu erkennen (STOP!) und alternative Handlungsoptionen zu entwickeln (OK!). Die Spielmaterialien helfen dabei, Gespräche über komplexe und sensible Themen zu moderieren. Im Zentrum des Spiels steht der (inter-) aktive Austausch von Einschätzungen, Haltungen und Lösungsideen.
STOP-OK
Das Moderationsspiel enthält sieben fiktive Fallbeispiele. Aufgrund der Ähnlichkeit möglicher Verläufe, werden sowohl die Hinwendung zum islamistischen als auch zum rechtsextremistischen Extremismus behandelt. Anhand von beispielhaften Radikalisierungsverläufen junger Menschen namens Adam, Burak, Hatice oder Juliane, werden biografische Wendepunkte herausgearbeitet und mithilfe eines selbst entwickelten Schaubilds Handlungsoptionen des Umfelds diskutiert. Anhand der Geschichten können in der Gruppe wichtige Lebensstationen identifiziert und mögliche Lösungsideen entwickelt werden, wie eine Radikalisierung verhindert werden könnte.

Die Prozesse und Ergebnisse lassen sich mit den bunten Spielelementen in jedem Raum anschaulich präsentieren. Es eignet sich hervorragend für Fortbildungen von Multiplikator*innen, insbesondere Lehrer*innen, Sozialarbeiter*innen und Stadtteilmüttern.

Auch eine Online-Variante kann der Verein "Gesicht zeigen" anbieten.
Schutzgebühr: €10,00 | kostenloser Versand

Quelle: https://www.gesichtzeigen.de/angebote/material/spiele/

Mediationskalender 2021

Storytelling in der Mediation

Die Deutsche Stiftung Mediation stellt auch für das nächste Jahr einen Kalender zum käuflichen Erwerb zur Verfügung. Der Kalender leitet jeden Monat mit einer von insgesamt 12 Geschichten aus der Welt der Konfliktlösung ein, jeweils passend mit einer entsprechenden Illustration. Für die Konzeption und das Layout waren Ruth Borkenfeld und Claudia Lutschewitz zuständig. Das Ergebnis ist ihnen unglaublich gelungen und erfreut sicherlich auch so manch einen als Geschenk an den kommenden Festtagen.
Mediationskalender

Quiz: Digitale Bildung und Nachhaltigkeit

Was bedeutet eigentlich BNE und wie lassen sich digitale Geräte nachhaltig nutzen?

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat ein kleines Quiz erstellt, in dem jede*r sein Wissen zum aktuellen Themenschwerpunkt testen kann. Und wenn man eine Frage mal nicht beantworten kann, macht das überhaupt nichts, da man im Anschluss mehr Informationen zu der entsprechenden Frage bereitgestellt bekommt und sich so gleichermaßen weiterbilden kann.

Noch Sachkosten übrig?

Friedensteppich und Friedenskarten

Der Friedensteppich ist ein Beitrag zu einer konstruktiven Streitkultur, seine Anwendung verbessert den sozialen Frieden.

Trainerin Kerstin Lück hat einen Friedensteppich entwickelt, der Streitenden dazu verhelfen soll, bei niedrig eskalierten Konflikten ohne externe Unterstützung einen Konflikt zu lösen und eigenständig zu einer Einigung zu kommen. Die Eskalationsstufen nach Friedrich Glasl bieten dabei eine gute Möglichkeit einzuschätzen, wie weit der eigene Konflikt bereits fortgeschritten ist. Natürlich bedarf es bei höher eskalierten Konflikten eine Vermittlung durch Dritte, im besten Fall durch eine*n Mediator*in.

Ein Gang über den Friedensteppich kann jedoch bei kleineren Konflikten bereits sehr hilfreich sein, da die Streitparteien sich auf diese Weise Schritt für Schritt ihrem Konflikt annähern und dabei angehalten sind, ihre Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche zu verbalisieren und gleichermaßen einen Einblick in die Welt des Gegenübers erhalten.
Friedensteppich
Der Friedensteppich ist sowohl in Farbe als auch in Grauabstufungen mit farbigen Kreisen erhältlich. Darüber hinaus gibt es den Friedensteppich auch als Friedenskarten im Visitenkartenformat mit zwei Spielsteinen.

Der Friedensteppich ist aus 100% recyceltem Polyester und entspricht den Maßen 436x78cm.

Eskalationsstufen

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Mit Hilfe von 9 Cartoons des Illustrators KM Grebe kann die Konflikttheorie nach Friedrich Glasl anschaulich gemacht und nachvollzogen werden.

Erfolgreiche Deeskalation braucht Wissen über Eskalation. Hier können Pädagog*innen und Kinder und Jugendliche gemeinsam lernen und Auswege aus der Gewaltspirale entwickeln. Wir danken Friedrich Glasl und Helga Neumann für ihre Unterstützung bei der Entwicklung der Illustrationen und Texte.

Jobangebote

Rechtsextremismusexpert*innen gesucht!

United gegen Rechtsextremismus – engagiert im Kompetenznetzwerk!

Gesicht Zeigen! steht für das laute Bekenntnis, unsere demokratischen Werte nicht nur zu vertreten, sondern sich gemeinsam aktiv für sie einzusetzen. Sie sind Impulsgeber für zivilcouragiertes Handeln.

Zur Unterstützung ihres Teams sind sie auf der Suche nach klugen Menschen, die sich leidenschaftlich, ernsthaft und professionell mit Rechtsextremismus auseinandersetzen.
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Menschen mit politischer Haltung und Erfahrung, die sich vernetzen wollen, Konzepte entwickeln können, Workshops und Fortbildungen geben und sich mit HateSpeech auskennen. Lust auf Recherche und Textsicherheit, Talent in Organisation und Projektmanagement gehören auch dazu. Sie wollen Rechtsextremismus nicht nur beobachten, sondern bekämpfen. Nicht nur erklären, sondern Lösungen finden.

Arbeite ehrenamtlich bei

Zeichen gegen Mobbing e. V.!

Zeichen gegen Mobbing e. V. ist ein gemeinnütziger Verein, welcher ein bundesweites Netzwerk dafür bieten möchte, das Miteinander von morgen zu verbessern. Dafür unterstützt er Betroffene, Schulen und Eltern beim Umgang mit Mobbing. Der Verein wurde erst vor drei Jahren gegründet. Inzwischen wird er von über 100 Mitgliedern zwischen 17 und 27 Jahren unterstützt.
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